sergiotime - @ myblog.de

Home GB Archiv Abo links 

Sightseeing in Nara und Kyoto, Silvester 2006

Eins vorweg, da ich es das letzte Mal vergessen habe zu erwaehenen. :

Ich schreibe hier von einer japanischen Tastatur aus und sitze auf einem zu niedrigen Sessel fuer die Hoehe des Schreibtisches. Wer also Rechtschreibefehler findet, darf sie behalten.

//////////

Nachdem ich die erste Nacht in Tokyo verbracht und am darauf folgenden Nachmittag noch etwas TamaPlaza besichtigt und den ersten Eintrag in meinem Blog geschrieben habe, gibt es wieder einiges zu erzaehlen.

Am selben Abend ging ich mit Manfred, seiner Freundin Emi und Julian, einem Franzosen der seit 2 Jahren in Tokyo lebt und hier frisch verheiratet ist, essen.

Wir trafen uns in Shinjuku, welches als ein bekanntest Einkaufs und Vergnuegungsviertel in Tokyo gillt. Die Innenstadt von Tokyo ist wahnsinnig eindrucksvoll, vorallem Abends komme ich hier aus dem Staunen nicht mehr heraus.

////////

Shinjuku, als wir gerade auf der Suche nach einem Restaurant waren:
http://img213.imageshack.us/img213/4062/dscf0028jh1.jpg

///////

Die meisten Restaurants hier funktionierten so, dass am Strassenrand ein Schild oder sogar eine Vitrine vorhanden war, wo mann sich die Speisen und Preise des Lokals ansehen konnte.

Entschied mann sich schliesslich dafuer dieses Restaurant zu besuchen, folgte mann einem
Wegweiser der einen in den Haeuserblock und schliesslich in einen Lift hineinfuehrte.
Steigt mann aus dem Lift wieder aus, findet mann sich bereits mitten in dem Restaurant wieder.

Dank Julians Ortskenntniss wurden wir auf unsserer Suche nach einem geeigneten Restaurant schnell fuendig.
Aus dem Lift ausgestiegen mussten wir alle die Schuhe ausziehen und in einem Schliessfach verstauen. Im Restaurant selber wurde in Socken herumgeflitzt.
In dem Lokal in dem wir uns befanden, war jeder Tisch mit Trennweaenden von den uebrigen Gaesten aufgeteilt. So war jede Gruppe fuer sich alleine.

Wir begaben uns in unser Abteil, welches extrem eng, aber auch sehr gemuetlich war.

Bestellt wurde mit einem kabellosen Touchpad, welches an der Wand hing. Mann blaetterte sich durch das Menue und drueckte mit dem Finger dann schlussendlich auf die Bilder der Speisen und Getraenke, die mann bestellen moechte. Schoen uebersichtlich auf der rechten Seite wurde die bisherige Rechnung immer wieder aktualisiert. Innovativ.

Wenige Minuten spaeter sahen wir zum ersten mal unsere Servicemitarbeiterin, die bereits unsere per Touchpad bestellten Getraenke brachte.

Das Essen Selber war ebenfalls sehr lecker, bestellt wurden uebrigens keinen kompletten Menues, sondern nur die Bestandteile davon. Alle griffen ueberall hinein.

Fuer mich immernoch eine kaum loesbare Aufgabe : Reis essen mit Staebchen. Aber ich werd jedesmal besser.
Der Abend war wirklich super angenehm, gesprochen wurde hauptsaechlich auf english, manchmal auch auf japanisch um etwas fuer Emi zu uebersetzten was sie noch nicht ganz verstanden hatte.


Am naechsten Morgen ging es fuer mich weiter Richtung Nara, wo ich mit Manfreds Hilfe noch am Vorabend ein Hotel reservieren konnte.

Wie die Reise genau zu verlaufen hatte war fuer mich am Anfang noch nicht zu 100% klar.
Learning by Doing funktionierte aber auch hier. Je oefter ich mich im U-Bahn und Zugnetz Japans bewegte desto besser lernte ich damit umzugehen.

Mein erstes Ziel war Shin-Yokohama, offensichtlich die einfachste Moeglichkeit von Tamaplaza aus auf einen Shinkansen zu gelangen. Dort gallt es dann den ersten Schnellzug nach Kyoto zu nehmen. In Kyoto wiederum musste ich auf einen Zug der JR Linie nach Nara umsteigen.

////////

Shin-Yokohama :

Shinkansen Ticket Corner

http://img220.imageshack.us/img220/845/dscf0039fa9.jpg

 

Shin-Yokohama Sammelplatz * Hier fand sich ploetzlich eine Clique von Teenagern ein die vor allen Menschen irgend eine TanzNummer forfuehrten. War mir jedoch zu doof das zu fotografieren... *

http://img132.imageshack.us/img132/9539/dscf0037gc7.jpg

 

Da kommt einem doch was bekannt vor ?

http://img469.imageshack.us/img469/6692/dscf0031qr6.jpg

 

Umgebung von Shin-Yokohama

http://img179.imageshack.us/img179/4808/dscf0032ix3.jpg

 

http://img470.imageshack.us/img470/9090/dscf0036wz4.jpg

 

Einer von Japans Shinkansen
http://img473.imageshack.us/img473/5263/dscf0066ja4.jpg

////////

In Nara angekommen musste ich dann doch noch ein Taxi zu meinem Hotel nehmen.

Es war mir da einfach noch nicht klar wie ich nun von der Mainstation zur Ubahn Linie bei meinem Hotel kommen sollte.

Die Taxifahrt war erfreulich guenstig, fuer ca 12 Minuten Fahrt knapp 1000 Yen. In der Schweiz haette es das doppelte gekostet.
Auch der Taxifahrer war, wie alle Angestellten die ich bisher gesehen hatte, sehr vornehm gekleidet. Er oeffnete mir die Tuer als er mich kommen sah, trug Muetze, Uniform und weisse Handschuhe.

Im Hotel angekommen war alles so ziemlich Standard, westlich eben.

Die Angestellten an der Reception sprachen ein paar Brocken english, nicht wirklich viel, aber es reichte. Auch das Hotelzimmer war eigentlich nicht grossartig speziell.

Das einzige was es von einem ueblichen Hotelzimmer unterschied, war der im Tisch eingearbeitete Teekocher :

http://img461.imageshack.us/img461/1806/dscf0044vy7.jpg

und dass in der Schublade ein anderes Buch lag als gewohnt :

http://img220.imageshack.us/img220/8845/dscf0042om2.jpg ...

Diese Nacht konnte ich bereits ein bisschen besser schlafen, als in den vergangenen Naechten.
Bis ich schliesslich vom Hotel Telefon etwas unsanft auf dem Schlaf gerissen wurde.

Ich versuch mal die Konversation zwischen dem Mann an der Reception und mir zu rekonstruieren :

Ich : Yes, hello? * Gaehn *

Mann : Yes hi !

Ich : Good Morning

Mann : When do you want us… to when do ?

Ich : Excuse me ? I didn’t quite catch that…

Mann : *Gestotter auf japanisch* mhh

Ich : …

Ich schau inzwischen mal auf die Uhr und merk dass es gleich 12 Uhr ist. Die Putzkollone kann wohl wegen mir nicht forwaerts machen.

Ich : You mean cleaning my Room?

Mann : Yes! When do you want clean us your Room, please?

Ich : Aehm, I will leave at 12, is that ok?

Mann : Okey! Thank you. Please let your Room… leave.

Ich : Let Room open?

Mann : Thank you. Have a nice Day.

Was ich nun genau mit meinem Zimmer machen musste war mir noch nicht klar, aber offen lassen ging nicht, da sich das Ding ja selber abschliesst wenn mann das Zimmer verlaesst.

Nun ja, ich ging nach unten, gab den Schluessel ab und tat so als ob nichts gewesen waere.

Es war schliesslich Zeit meine Nara Erkundungstour zu starten.

Nachdem ich mir etwas zu Essen aus dem 24 Stunden Laden neben dem Hotel geholt hatte, erlebte ich den ersten Schnee des Jahres. Er ist auf diesem Bild leider nicht so gut sichtbar, aber ich zeige es euch trotzdem :

Schnee in Nara :

http://img291.imageshack.us/img291/3527/dscf0049pz9.jpg

Gleich vis-a-vis vom Hotel war eine U-Bahn Station und dort fand ich einen Wegweiser der mich zu den Sehenswuerdigkeiten Naras fuehren sollte. Dies funktionierte auch meistens, doch als ich bei einem der ca. 5 Tempel die es zu finden gallt dem Weg folgte, fand ich genau dort, wo sich laut meiner Erinnerung dieser Tempel haette befinden muessen ein anderes, mir gut bekanntes Gebaeude.

Mysterioese Verschwoerung der Tourismuskarten-Hersteller?

http://img504.imageshack.us/img504/9068/dscf0050ik1.jpg

Nunja, funktioniert hatte das ganze, ich hatte zu dieser Zeit naehmlich noch nichts gegessen. Doch der Tempel blieb weiterhin ausser Sichtweite und auch fuer den Rest meines Aufenthalts verschollen.

Einige echte Sehenswuerdigkeiten oder interessant Dinge, die ich teilweise mit Hilfe der Karte und teilweise per Zufall entdeckte :

http://img360.imageshack.us/img360/5461/dscf0058vi7.jpg

http://img208.imageshack.us/img208/3473/dscf0057gd4.jpg

http://img504.imageshack.us/img504/9827/dscf0052xk0.jpg

http://img456.imageshack.us/img456/18/dscf0054ha0.jpg

Die bekannten freilaufenden Rehe und Hirsche, von denen mir Manfred erzaehlte, fand ich allerdings nicht. Das folgende Bild ist deshalb auch nicht von mir :

http://pic.templetons.com/brad/photo/japan/nara/img_5325.jpg

Nara war frueher die Hauptstadt Japans. Die Stadt war sehr schoen, doch Aufgrund mangelnder Kentnisse blieb mir ein grosser Teil davon wohl leider noch verborgen.

Als ich am Abend wieder im Hotel eintraf, war mein Zimmer aufgeraeumt, anscheinend hatte es doch noch geklappt. Beim Schluessel abholen wurde ich lustigerweise aber nochmal sehr deutlich aber doch freundlich darauf hingewiesen wann und wo mann das Fruehstueck zu sich nehmen konnte *Was mich gezwungen haette relativ frueh aufzustehen*.

Als ich dann am naechsten morgen kurz vor 11 Uhr das Zimmer verliess, machte ich mich auf den Weg nach Kyoto. Die angeblich schoenste Stadt Japans.

Wie die Reise funktionierte wusste ich ja bereits...

In Kyoto angekommen fand ich mich in einem riesigen Bahnhof wieder, aus dem es erstmal herauszufinden gallt. Dies kostete mich gute 15 Minuten, doch am Schluss hatte ich es doch noch geschafft und fand mich nun auf dem grossen Busbahnhof vor Kyotos Mainstation wieder.

Hier gab es zahlreiche Karten die mann haette lesen koennen und viele Touristenbuesse die mann hatte besteigen koennen, um sich all die schoenen Dinge die Kyoto zu bieten hat systematisch eins nach dem anderen anzusehen.

Dies tat ich nicht.

Ich waehlte die groesste Strasse die ich sah und folgte ihrem Verlauf ca. 30 Minuten lang geradeaus. Ich wollte mir eine Uebersich schaffen und lief auf diesem Weg per Zufall bereits an den ersten Tempel Kyotos heran. Hier einige Bilder:

http://img208.imageshack.us/img208/3944/dscf0060jh1.jpg

http://img464.imageshack.us/img464/8389/dscf0064hy2.jpg

http://img292.imageshack.us/img292/8076/dscf0061rn6.jpg

http://img464.imageshack.us/img464/3994/dscf0062yz6.jpg

http://img401.imageshack.us/img401/9806/dscf0063xr1.jpg

Wenn mann in den inneren Bereich des Tempels wollte mussten natuerlich die Schuhe vorne ausgezogen werden. Drinnen fand mann dann viele betende Menschen und noch mehr beeindruckende Architektur vor. Ich war nicht sicher ob ich drinnen haette Fotos machen duerfen, also lies ich es sein.

Ich folgte weiter der selben Strasse und auch diesmal stellte sich das als gute Entscheidung heraus. Ich steiss auf Kyotos bekannteste Shopping Meile, deren Name mir leider gerade entfallen ist. Diese Einkaufsstrasse war so lang dass ich gute 40 Minuten einfach nur geradeaus lief und auf beiden Seiten fanden sich Shops und Restaurants On masse.

Auch kleine eigenstaendige Einkaufsstrassen zweigten sich von Zeit zu Zeit von der Grossen ab:

Schmale ueberdachte Einkaufsgasse :

http://img92.imageshack.us/img92/2953/dscf0065pc9.jpg

Ich folgte dem Weg weiter und fand noch die ein oder andere Sehenswuerdigkeit Kyotos.

Ueber die berichte ich hier aber nicht mehr, da meine Finger so langsam beginnen kalt zu werden.

Tia, das war also Kyoto. Auch hier haette mit mehr Zeit noch sehr viel mehr schoenes und interessantes gesehen werden koennen. Allerdings war es zu dieser Zeit extrem kalt und ich zog mich bereits gegen 19:00 Uhr wieder ins Hotel nach Nara zurueck.

Am 31. Dezember checkte ich aus dem Hotel aus und machte mich schliesslich wieder an die Rueckreise nach Tokyo. Unterwegs baute ich Kontakt auf mit Manfred, der fuer mich einen Platz zum Silvester feiern organisiert hatte.

Der Plan war, dass ich mich mit Ludwig, einem Deutschen aus Muenchen und einigen anderen Bekannten aus dem Studenten Wohnheim nach Shinjuku begebe, um dort essen zu gehen und einen angenehmen Abend zu erleben

Es kam jedoch anders, bis zum Abend fuehlte ich mich ziemlich mies. Hatte Halsweh und alle anderen typischen Symptome einer Erkaeltung...

Ich sagte ab. Schleppte mich vor Mitternacht auf den groessten mir bekannten Platz in TamaPlaza, um zu schauen was passierte.

Keine Menschenmassen. Keine Countdowns. Nein, nichtmal Feuerwerk.

Keine Sau interessierte es, dass es soeben Mitternacht geschlagen hatte.

Etwas ungleaubig sah ich mich um, kaufte mir was zu essen und ging nach Hause um mich durch etwas Schlaf zu kurieren...

Spaeter erfuhr ich, dass Silvester in Japan nicht die Rolle hatte, wie es bei uns ueblich war.

Silvester war hier ein Familienfest, wie bei uns etwas Weihnachten. Die Leute waren bei sich zu Hause, oder in einem Tempel um zu beten.

//////////

Die restlichen Tage meiner Ferien verbringe ich nun hier in dem Studentenwohnheim.

Ich werde mir nun Tokyo und die Umgebung ausfuehrlich ansehen.

Ganz oben auf meiner Liste stehen :

Akihabara

Shibuya

Shinjuku

Rohpongi * wahrscheinlich falsch geschrieben

Der Rest wird sich zeigen ...

Bis bald!

Gruss, Sergio

2.1.07 11:20
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Sonja / Website (4.1.07 13:07)
UI so viel gschriebe *.*
Aber isch guet erklährt^_^
ich hoff das du no ä itrag schriebsch bervor de hei kunsch x.X

Das shoppin center das hät i au gern a gluegt *g*
PS: gueti besserig ^-^


Edgar (4.1.07 14:16)
Hallo Sergio
Gibts wohl noch weitere Aufschlussreiche Berichte von deinem Trip vor der Rückreise? Verglichen mit dem ersten Eintrag kommt es mir ein wenig so vor, als ob die Anreise-Euphorie etwas verflogen ist und du dich nun mit dem nüchternen Alltagsjapan herumschlagen musst. Wir wünschen dir weiterhin interessante Tage und warten mit Spannung auf die Fortsetzung deiner Eintragungen. Sie sind bei uns schon in ausgedruckter Brochürenform vorhanden.
Bejinho Ma Pa Luis & Avo

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen
Gratis bloggen bei
myblog.de